Ergonomie am Arbeitsplatz

Die Ergonomie am Arbeitsplatz ist ein wichtiger Punkt, wenn es um viele Dinge geht. Oft wird die Gesundheit und das Wohlbefinden oben angeführt. Ein wichtiger Aspekt, welcher oft nicht genannt wird, ist die Energie, welche Du durch einen ergonomischen Arbeitsplatz gewinnen kannst. Warum Dich Ergonomie am Arbeitsplatz fitter macht, Dich beim Arbeiten länger und konzentrierter durchhalten lässt und warum Supermärkte die Ergonomie ebenfalls nutzen, will ich Dir in diesem Beitrag zeigen.

Die Ergonomie ist nicht nur dafür da Deine Gesundheit zu fördern. Sie dient auch dazu Deine ganzen Arbeitsabläufe mit möglichst wenig Energiebedarf durchzuführen. In diesem Beitrag möchte ich mich auf den Energiegewinn konzentrieren. Wie Du weißt bringt dieser uns mehr Freiheit. Klingt doch super oder?

 

Warum senkt Ergonomie am Arbeitsplatz Deinen Energiebedarf?

Gehen wir die Frage nach dem warum, von einer anderen Seite her, an. Wofür benötigst Du Energie?

Richtig. Für alles was Du tust.

Wieso kannst Du dann den Energiebedarf reduzieren?

Ganz einfach.

In einer schlechten Haltung benötigst Du nicht nur Power für die Arbeit, die Du gerade tust, sondern auch für das Bleiben in der ungesunden Haltung. Hoffentlich hast Du Dir eine schlechte Haltung noch nicht angewöhnt. Ansonsten solltest Du die Energie investieren, um Dir eine gesunde Haltung anzugewöhnen. Grund dafür ist, dass die möglichen Schmerzen oder gesundheitlichen Probleme viel mehr Energie und Zeit kosten, als das Umprogrammieren Deiner Sitzhaltung.

 

Grundlagen eines energieeffizienten Arbeitsplatzes

Wenn Du die Ergonomie und Energieeffizienz am Arbeitsplatz einmal bei Dir selbst unter die Lupe nehmen möchtest, empfehle ich Dir ein paar Grundlagen, die Du beachten solltest. Ich empfehle Dir den Schreibtisch schon leer geräumt zu haben und Deinen kompletten Arbeitsplatz nach der 5S Methode geordnet zu haben. Das ist schon einmal ein riesiger Schritt in Richtung energieeffizienter Arbeitsplatz. Wenn Du wissen möchtest wie das geht, dann lies Dir meine beiden Beiträge zum Thema leerer Schreibtisch und 5S Methode durch. Wenn Du soweit bist geht’s weiter.

Der Verständlichkeit halber möchte ich mich bei den nächsten Schritten nur auf den Schreibtisch beschränken. Du kannst und solltest aber Deinen kompletten Arbeitsplatz ergonomisch und energieeffizient umgestalten. Zum Schluss gibt’s dazu ein Beispiel aus der Verkaufspsychologie, welches auf lustige Art Dich motiviert Deine Ergonomie am Arbeitsplatz zu überdenken.

Als Erstes erweitern wir die Betrachtungsweise des Schreibtischs um die Anordnung der Gegenstände, auf diesem. Da Du sowieso nur noch Sachen auf Deinem Schreibtisch liegen hast, die für Dich sehr wichtig sind, geht es in diesem Schritt darum herauszufinden, was Du am meisten und längsten verwendest. Am Einfachsten geht das mit Hilfe einer Liste, in der Du die Gegenstände von „am Meisten“ bis „am Wenigsten“ aufschreibst. Das ist die Ausgangsbasis für alles Weitere.

Beispiel: 

  1.  PC-Bildschirm
  2. Tastatur + Maus
  3. Notizblock
  4. usw.

Im nächsten Schritt, bevor Du die einzelnen Gegenstände auf dem Schreibtisch neu anordnest, ist es einfacher, wenn Du diese noch in zwei Kategorien aufteilst. Die erste Kategorie sind Komponenten, die Du bedienen musst oder aktiv verwendest, wie zum Beispiel der Bildschirm, die Tastatur, den Stift usw. Die zweite Kategorie sind Komponenten, die Du passiv verwendest und nicht direkt bedienen musst. Beispiele dafür wären eine externe Festplatte, Lautsprecher, usw.

Beispiel:

Aktiv Passiv
1. PC-Bildschirm 1. Externe Festplatte
2. Tastatur + Maus 2. Drucker
3. Notizblock 3. Lautsprecher

 

 

Wie Du Deinen Schreibtisch energieeffizienter einrichtest

Wenn Du die Liste ausgefüllt und kategorisiert hast, ist das wie eine kleine Energiebilanz Deines Schreibtischs. Es geht nun darum die Dinge auf Deinem Schreibtisch umzustellen und Dir das neue System einzuprägen.

Um das an meinem Beispiel zu erklären. Der Bildschirm ist das wichtigste Element, mit der häufigsten Nutzung, welches ich aktiv bediene. Es steht auf Position eins meiner Liste „Aktiv“. Also sollte er zentral auf dem Schreibtisch stehen und in meiner Arbeitshaltung direkt im Blickfeld liegen. Das gleiche gilt für die Tastatur.

Grundsätzlich:

Alle aktiv verwendeten Gegenstände sollten aus Deiner normalen Arbeitshaltung direkt erreichbar sein, ohne dass Du Dich wahnsinnig verbiegen musst. Die Wichtigeren natürlich näher bei Dir, als die Unwichtigeren.

Die passiv verwendeten Gegenstände sollten entweder nicht oder am Ende des Schreibtischs stehen, wo Du sie nur mit Mühe erreichst und bedienen könntest. Zum Beispiel steht meine externe Festplatte nicht auf meinem Schreibtisch, sondern in einem Rollwagen, welcher neben dem Schreibtisch steht. Darin steht auch mein Drucker und das Druckerpapier.

Du fängst also, wie im oben genannten Beispiel, mit der ersten Position der aktiven Kategorie an und arbeitest Dich Schritt für Schritt bis zur letzten Position der passiven Kategorie durch.

 

Auf geht’s! Do it!

 

Tipp: Bei Gegenständen, die Du nicht mehr als einmal pro Woche verwendest, kannst Du Dir überlegen ob diese überhaupt auf Deinen Schreibtisch sollten. Ein Beispiel dafür ist bei mir der Locher und Tacker. Diese Sachen benötige ich, wenn überhaupt, ein mal pro Woche, da ich ein digitales papierloses Büro betreibe. Die beiden Gegenstände stehen bei mir im Regal. Also „gaaanz weit“ weg.

 

Du wirst merken, dass die Ergonomie am Arbeitsplatz mit jeder Änderung zusätzlich steigt. Je einfacher Du Deine meist genutzten wichtigsten Dinge erreichen und bedienen kannst, desto weniger Energie benötigst Du. Somit hast Du mehr Power für weitere Optimierungen Deiner Ergonomie am Arbeitsplatz.

Ein Teufelskreis 😉

Du kannst natürlich auch Deine neu gewonnene Freiheit mit mehr Energie und Power angehen und tolle Erlebnisse sammeln.

 

Beispiel aus der Verkaufspsychologie

Wie zuvor versprochen gibt es noch das Beispiel aus der Verkaufspsychologie. Das soll ein kleiner Anreiz für Dich sein, die Ergonomie am Arbeitsplatz auf Dein ganzes Büro zu erweitern.

Dir ist bestimmt schon einmal aufgefallen, dass die Regale in Supermärkten nach einem bestimmten System befüllt sind. Falls nicht dann achte beim nächsten Einkauf darauf. Die Markenprodukte, mit der wahrscheinlich höchsten Marge für den Verkäufer, stehen immer auf Augenhöhe. Die billigeren Eigenprodukte der Handelsketten stehen meist am unteren Ende oder im gegenüberliegenden Regal in der untersten Reihe.

Warum ist das so? Du kannst es Dir jetzt bestimmt selbst erklären.

Es hat mit Ergonomie und Faulheit zu tun! Die meisten Menschen schauen erst garnicht in die unterste Reihe oder in das gegenüberliegende Regal, da die Markenprodukte direkt auf Augenhöhe präsentiert werden und am einfachsten und schnellsten zu erreichen sind. Die Methode wird hier allerdings andersherum verwendet. Der Griff zu den „häufigen“ Produkten wird möglichst einfach gestaltet, damit Du diese schnell einladen kannst und nicht den Umweg zu den „nicht häufigen“ Produkten am unteren Ende des Regals gehst.

Nimm Dir dieses Beispiel als Eselsbrücke, um an Deine Ergonomie am Arbeitsplatz und im Büro mit Humor erinnert zu werden. Das hilft Dir dabei immer wieder neue Möglichkeiten zu entdecken die Ergonomie zu verbessern. Denke bei der Einrichtung Deines Büros immer an das Beispiel und Du wirst Erfolg haben! Die Produkte mit der meisten Aufmerksamkeit und Benutzung sollten auf Augenhöhe sein. Der Rest je nach Wichtigkeit davon weg.

Tipp: Wenn Du viele Kunden in Deinem Büro empfängst, kannst Du Dir überlegen ob Du Deinen „HotSpot“ im Büroregal opferst, um dort Werbeutensilien zu positionieren oder eine kleine Marketingecke einrichtest. Nicht nur Du schaust auf die HotSpots im Regal. Jeder tut es, auch Deine Kunden! Vielleicht ist Dir auch schon aufgefallen, dass dies viele Firmen im Empfangsbereich tun.

 

Also jetzt bist wieder Du an der Reihe. Mehr Energie durch Ergonomie am Arbeitsplatz lautet Dein neues Kredo. Leg los und „ergonomisiere“ Dein Büro. Deine Freiheit, Energie und Effizienz wird es Dir danken.

 

Was machst Du schon für die Ergonomie in Deinem Büro? Welche Erfahrungen hast Du damit? Hast Du Vorschläge, Ideen oder Anregungen zum Beitrag? Teile Deine Gedanken mit uns. Ich freue mich auf die Diskussion und jeden Deiner Kommentare.

 

Cheerio, Sebastian

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