Am Schreibtisch Ordnung schaffen

Am Schreibtisch Ordnung halten fällt meist schwer. Oft wird die Zeit, die zum aufräumen benötigt wird, als verschwendet angesehen, da die weggeräumten Unterlagen am nächsten Tag wieder hervorgeholt werden müssen. „Das stört doch keinen“, höre ich dabei sehr oft. Warum Du trotzdem auf Deinem Schreibtisch Ordnung schaffen und ihn am besten möglichst leerräumen solltest, will ich Dir mit diesem Beitrag nahe bringen.

Zur Einstimmung eine kleine Anekdote zum Thema leerer (Schreib-) Tisch.

Kennst Du diese mehr oder weniger schlechten Hollywoodstreifen, in denen die obersten Zehntausend immer an diesem tollen endlos langen Esstisch dinieren. Am besten noch gegenüber sitzend, dass man sich gar nicht unterhalten kann. Warum machen die so was? Wollen die sich selbst und diesen super Kronleuchter in der Mitte betonen, soll es ihre Macht demonstrieren oder stehen sie einfach nicht auf Gespräche?

Ich weiß es nicht. Wenn ich mir dieses Bild aber vorstelle, dann denke ich an Fokus und Konzentration. Mir gefällt auch die Vorstellung, dass die Personen am Tisch als super wichtig dargestellt werden. Können wir daraus etwas für unsere Freiheit oder unser Business verwenden?

Mal sehen.

Großer Tisch, nur das wichtigste drauf und ich bekomme Gedanken an Fokus und Konzentration. Yeah!

 

Wie ein leerer Schreibtisch Ordnung, Fokus und Konzentration schafft

Ich habe Dir das Schaffen von Ordnung und Freiräumen auf dem Schreibtisch schon einmal als kleiner Tipp gegeben, als wir es von Ordnung und Struktur hatten. Heute möchte ich Dir die Magie des Schreibtisch-Managements nahe bringen. Es ist ganz einfach und sehr effektiv.

Wenn Du dich jetzt fragst, was ich mit Schreibtisch-Management will? Du managst jeden Zentimeter Deines Arbeitsplatzes mit einem anderen Ordner oder Papier? Dann bist Du hier genau richtig.

Denn genau das wollen wir nicht. Wir wollen Freiheit.

Also weg damit!

 

Warum ein leerer Schreibtisch produktiver ist als ein voller

Klare Strukturen, Freiräume und ansprechbares Design stehen für moderne Arbeitswelten. Das ist schon fast ein alter Schuh. Ist das aber ein Trend, der aktuell vermarktet wird oder hat das wirklich Sinn und Verstand? Ich habe in den letzten Jahren automatisch immer mehr versucht meinen Schreibtisch frei zu bekommen, da ich gemerkt habe, dass es sich einfacher arbeiten lässt. Heutzutage bin ich so weit gekommen, dass sich auf meinem Schreibtisch lediglich mein PC, sowie zwei Pflanzen, eine Maus, eine Tastatur und mein Notizbuch befinden. That’s it!

Was mache ich mit Dokumenten, die ich für Projekte oder Aufgaben benötige? Entweder ich habe diese komplett digital oder ich habe alle Dokumente zu einer Aufgabe gesammelt in einer Sammelmappe abgelegt. Neben meinem Schreibtisch! Nicht darauf. Je nachdem woran ich gerade arbeite, hole ich die dazugehörige Mappe aus der Ablage. Wenn ich damit fertig bin oder die Aufgabe unterbreche, wandert die Mappe wieder zurück. Generell räume ich abends auf, um auf meinem Schreibtisch Ordnung zu bekommen und den Arbeitsplatz sauber zu verlassen.

Du fragst dich jetzt, wieso mich das produktiver macht. Es besteht ja kein Unterschied ob ich alle Unterlagen auf dem Schreibtisch habe oder neben dem Schreibtisch. Dazu kann ich Dir sagen, dass es einen gewaltigen Unterschied macht. Leerräume und klare Strukturen am Arbeitsplatz fördern die Motivation und Kreativität. Warum? Weniger Ablenkung und klar abgegrenzte Strukturen, dienen als Basis für freies kreatives Denken.

Ich bin beim Arbeiten viel fokussierter auf die aktuelle Aufgabe, da ich nicht durch herumliegende Dinge auf dem Schreibtisch abgelenkt werde. Dadurch das um mich herum nur die Dinge sind, die mit meiner aktuellen Aufgabe zu tun haben, konzentriere und fokussiere ich mich viel besser auf diese. Dadurch kann ich die Aufgaben viel besser abarbeiten. Das Aufräumen nach einer Aufgabe oder am Ende des Tages dient dazu alles Offene abzuschließen, um am nächsten Morgen nicht von dem Chaos demotiviert zu werden.

Du kennst das bestimmt, wenn Du keine Zeit hattest den Schreibtisch aufzuräumen und Du am nächsten Morgen gar keine Lust hast dich dem „riesen Stapel Arbeit“ zu widmen. Genau da liegt das Problem. Wenn auf Deinem Schreibtisch Ordnung herrscht, wenn Du morgens an Deinen Arbeitsplatz kommst, hast Du viel mehr Lust zu arbeiten.

 

Wie bekomme ich einen leeren Schreibtisch?

Ganz einfach. Die schnellste Variante ist Arm ausstrecken, links anfangen und nach rechts schieben, bis alles unten liegt.

Wenn Du eine konstruktivere Variante bevorzugst, würde ich Dir raten die 5S Methode an deinem Schreibtisch anzuwenden. Die Methode habe ich in diesem Artikel schon einmal vorgestellt. Sie ist wirklich genial, wenn es um Ordnung und Struktur geht. Schau es Dir an. Allerdings entferne keine Dinge, die Dich motivieren oder durch ein kurzes Schweifen des Blicks wieder entspannen lassen, obwohl sie sich möglicherweise als unnütz herausstellen. Bei mir sind das zum Beispiel die zwei Pflanzen. Trotzdem denke immer unter der Prämisse weniger ist mehr.

 

Das gewisse Extra

Wenn du Deinen Arbeitsplatz noch weiter optimieren möchtest, ist es wichtig Deine Unterlagen im Griff zu haben und möglicherweise über die Position Deines Schreibtischs nachzudenken.

Vielleicht bist Du auch schon komplett digital. Falls Du aber, so wie ich, auf ein paar Dokumente oder Zettel immer noch nicht verzichten möchtest, rate ich Dir ebenfalls zu einer externen Ablage.

Ich verwende dafür die normalen Ablagefächer. Bei größeren Projekten benutze ich ein Fach für das ganze Projekt und unterteile die einzelnen Aufgaben in Arbeitsmappen, die ich sorgfältig farblich trenne und beschrifte. Für einzelne Aufgaben nutze ich ein separates Fach, in dem ich die Aufgaben nach und nach abarbeite.

Die externe Ablage sollte griffbereit in Deiner Umgebung sein, muss aber nicht zwingend direkt neben dir stehen.

Die Position des Schreibtisches, hat unbewusst einen großen Einfluss auf Deine Produktivität. Ein paar störende Faktoren können zum Beispiel sein, dass Du geblendet wirst oder Du das Gefühl hast beobachtet zu werden. Um diese Faktoren bei der Position zu berücksichtigen, achte darauf, dass Dein Schreibtisch beziehungsweise Bildschirm oder Laptop möglichst parallel zum Fenster steht, um Blendungen zu vermeiden.

Um das Gefühl des beobachtet werden abzustellen, suche Dir eine Position, bei der Du alle Eingänge im Blick hast. Ich persönlich habe es auch gerne, dass mein Schreibtisch im Mittelpunkt des Raumes steht. Dadurch erkennt jeder (auch ich selbst) sofort, in welchen Raum er gerade komme. In das Arbeitszimmer! Was wird hier getan? Genau! Höchst effektiv und produktiv gearbeitet. Wenn Du kein Arbeitszimmer oder speziellen Schreibtisch hast, dann achte auf jeden Fall darauf parallel und möglichst nicht mit dem Rücken zur Tür zu sitzen.

Probieren geht über Studieren, wie man so schön sagt. Ich habe auch mein Arbeitszimmer schon mehrere Male umgestellt, bis ich zufrieden war. Es kann auch gut sein, dass ich es noch ein paar weitere Male umstelle. Mich motiviert es ab und zu die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen. Scheue Dich also nicht solange zu probieren, bis Du zufrieden bist. Du wirst es merken, wann es gut ist.

Wenn Du noch immer nicht überzeugt bist, habe ich Dir hier noch einmal die Vorteile aufgezählt auf deinem Schreibtisch Ordnung zu schaffen:

  • Größeres Freiheitsgefühl
  • Bessere Konzentration
  • Besserer Fokus
  • Arbeit einfacher mitnehmen
  • Keine Demotivation am Morgen
  • Weniger Stressgefühl
  • Schreibtisch sieht immer ordentlich aus (auch für mögliche Kundenmeetings)
  • Einfaches sauber halten
  • Höhere Produktivität, durch weniger Ablenkung
  • Steigerung der Kreativität
  • Weniger Müdigkeit durch Blendungen

Jetzt also los! Starte Deinen Prozess und räume nach und nach Deinen Schreibtisch frei.

 

Wie schaffst Du an Deinem Schreibtisch Ordnung? Welche Erfahrungen hast Du mit einem leeren Schreibtisch? Was bringt es Dir? Teile Deine Erfahrungen und Gedanken mit uns. Ich bin sehr gespannt und freue mich über jeden Deiner Kommentare.

 

Cheerio, Sebastian

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