Routinen und Gewohnheiten - Vom Faulpelz zum Macher

Heute will ich mich mit dem Thema Routinen und Gewohnheiten befassen und schauen wie wir damit mehr Freiheit gewinnen können. Es ist bewiesen, dass viele erfolgreiche Menschen tägliche Routinen nutzen, um mehr Freiheit für die wichtigen Dinge im Leben zu erhalten.

Ich zeige Dir, wie Du in drei einfachen Schritten zum Macher wirst.

Am Ende des Beitrags gibt es als Extra noch eine Erläuterung dazu, wie du Deine wiederkehrenden Abläufe erkennst, routinierst und zur Gewohnheit machen kannst.

Routinen und Gewohnheiten, was sind das?

Zuerst einmal ist es wichtig zu verstehen, was der Unterschied von Routinen und Gewohnheiten ist. Nur dadurch können wir ihr Potenzial für uns voll entfalten. Beide Begriffe sind eng miteinander verknüpft, da sie voneinander abhängen können. Ich persönlich erkläre mir die Begriffe folgendermaßen.

Eine Routine ist ein wiederkehrender Ablauf von Tätigkeiten, Handlungen oder Prozessen, sowie eine Mischung daraus.

Die Gewohnheit ist eine verinnerlichte Routine und kann als negativ oder positiv gewertet werden.

Soll so viel heißen, dass sie ein „Freiheitsfresser“ oder „Freiheitsbringer“ sein kann.

Was genau meine ich damit? Ein Beispiel für ein „Freiheitsfresser“ wäre zum Beispiel die Gewohnheit keine Ordnung am Arbeitsplatz zu halten und dadurch dauernd von der Arbeit abgehalten oder abgelenkt zu werden. Im Gegensatz dazu wäre ein „Freiheitsgewinner“ ein effizienter wiederkehrender Workflow, bei zum Beispiel dem Schreiben von Blogartikeln.

Ich will Dir dazu noch zwei Fakten mit an die Hand geben, die Du bei dem weiteren Vorgehen im Hinterkopf behalten solltest. Routinen und Gewohnheiten können enorme Freiheitsgewinne für Dich bedeuten, da unser Gehirn versucht möglichst alles in Routinen und Gewohnheiten zu interpretieren. Allerdings sind schlechte Gewohnheiten meist leichter zu verinnerlichen als gute. Grund dafür ist, dass der Mensch meist eher zur Faulheit neigt.

Prinzipiell müssen wir also zwei Dinge schaffen. Wir müssen unsere Faulheit besiegen und alle wiederkehrenden Abläufe routinieren und als positive Gewohnheit verinnerlichen.

Klingt einfach, ist einfach.

Zuerst will ich Dir zeigen, wie Du Deine Faulheit überwindest und eine super Machermentalität bekommst.

Raus aus der Faulheit, rein in die Freiheit

Was brauchst Du dafür? Disziplin und Durchhaltevermögen. Das hast Du auf jeden Fall.

Wie überwinden wir jetzt unsere Faulheit? Im Prinzip ist es ganz einfach. Das schwierige ist nur die Disziplin und das Durchhaltevermögen konstant aufzubringen, um es durchzuziehen. Du schaffst das aber mit links. Es ist wichtig in Deinem alltäglichen Leben anzufangen, um es dann auch in Deinem Business integrieren zu können. Ich mache das immer in folgenden 3 Schritten und kann Dir diese Methode nur empfehlen, da sie funktioniert.

1. Schritt – Problem entdecken

Es beginnt damit, dass ich etwas entdecke, was mich stört oder was ich machen möchte. Zum Beispiel liegen doch wieder Unterlagen auf dem Schreibtisch, die da eigentlich nicht hingehören, da ich ein papierloses Büro praktiziere und versuche möglichst einen leeren Schreibtisch zu haben.

Wenn Du Dich fragst warum ich das tue und wie Du papierlos wirst, kannst Du es in folgenden Artikeln (leerer Schreibtisch und papierloses Büro) nachlesen.

2. Schritt – Faulheit überwinden

Dieser Schritt scheint Dir möglicherweise sinnlos vorzukommen aber genau hier ist der Knackpunkt bei der ganzen Sache.

Hier entscheidet sich über Macher oder Faulpelz.

Du musst immer handeln.

Sofort!

Ich habe mir dabei eine Methode von einem der bekanntesten Machertypen überhaupt abgeschaut. Es handelt sich um Bear Grylls. Die Methode ist so mega einfach und effektiv, dass ich sie Dir auf keinen Fall vorenthalten möchte.

Zähle bis 3 und leg los!

That’s it!

Das es so einfach ist seine Faulheit zu überwinden habe ich anfangs auch nicht geglaubt. Aber es klappt. Probier es einfach das nächste mal aus und nimm Dir vor bei drei die Dinge in die Hand zu nehmen. Bei mir funktioniert das wahnsinnig gut und bei Dir bestimmt auch.

Extra: Wenn Du mehr von Bear Grylls lesen möchtest oder wissen willst, was für weitere hilfreiche Tipps er parat hat, um Dinge anzugehen oder um erfolgreich zu werden, dann kann ich Dir folgendes Buch von ihm empfehlen.

3. Schritt – Lösung planen/durchführen

Da Du jetzt ein Machertyp bist, musst Du es auch machen!

Nun geht es darum grob abzuschätzen, mit welchem Aufwand das Durchführen der Lösung, in meinem Fall die Unterlagen einzuräumen oder digitalisieren, verbunden ist. Ich habe für mich die Regel aufgestellt, wenn die Umsetzung ungefähr 1-2 Minuten benötigt, tue ich es sofort. Falls die Umsetzung länger benötigt, dann überlege ich mir kurz, wann ich es tue und trage es mir in meine ToDo-List ein.

In dem genannten Beispiel habe ich persönlich schon zwei tägliche Routinen. Zum Einen räume ich Abends meinen Schreibtisch immer frei und zum Anderen digitalisiere ich Dokumente einmal täglich, je nachdem was erledigt ist bzw. nicht mehr in Papierform benötigt wird.

Also würde ich prüfen, ob die Unterlagen noch benötigt oder digitalisiert werden müssen. Wenn sie digitalisiert oder für eine kommende Aufgabe sind, dann kommen die Unterlagen in das jeweilige Fach dafür, um diese später in der Routine abzuhandeln. Wenn sie nicht mehr benötigt werden, dann fliegen sie in den Müll.

Diese 3 Schritte tue ich bei allen möglichen Dingen im Alltag. Wenn Du dadurch Stück für Stück zum Macher geworden bist, dann überwindest Du Deine Faulheit auch ganz automatisch in Deinem Business.

 

Also leg sofort los und werde auch Du zum Machertyp!

Wiederkehrende Abläufe erkennen und routinieren

Da Du jetzt ein Machertyp bist, geht es im nächsten Schritt darum, Deine wiederkehrenden Muster und Abläufe in Deinem Alltag und/oder Business zu erkennen. Nur wenn Du weißt, was Deine vorhandenen Routinen und Gewohnheiten sind, also was Du regelmäßig tust und vor allem wie Du es tust, kannst Du die Kontrolle übernehmen und diese optimieren.

Muster und Abläufe erkennen

Muster und regelmäßige Abläufe in Deinem täglichen Leben erkennen ist nicht immer leicht. Es ist reine Übungssache und mit der Zeit fällt es Dir viel einfacher. Das ganze beginnt mit der Selbstbeobachtung, um Deine schon vorhandenen Routinen und Gewohnheiten zu erkennen. Ziel ist es, dass Du schlechte Gewohnheiten ablegst und gezielt neue Gewohnheiten formst und integrierst. Was es genau mit den Gewohnheiten auf sich hat und wie Du diese kontrollieren kannst, möchte ich Dir aber im nächsten Beitrag genauer erklären, da es hier den Rahmen sprengen würde.

Zu Beginn rate ich Dir aber zuerst für ein paar Tage nur zu beobachten und dann erst weiterzumachen.

Schreib Dir alles auf, wo Du das Gefühl hast, dass es eine Deiner Routinen oder Gewohnheiten sein könnte. Notiere Dir auch die Zeit, die Du mit der möglichen Gewohnheit oder Routine verbringst.

Die größten Freiheitsfresser identifizieren

Jetzt hast Du also mehrere „verdächtige“ Abläufe aus Deinem Alltag oder Business notiert. Es geht nun darum diese zu filtern und sich danach erst einmal nur auf die 20% (Pareto Prinzip) zu konzentrieren, die am häufigsten wiederkehren und am meisten Zeit benötigen. Das sind vermutlich Deine größten Freiheitsfresser.

Um zu erkennen, ob etwas eine Routine, Gewohnheit oder nichts dergleichen ist, musst Du auf Dein Gefühl hören. Eine Gewohnheit hat fast immer eine Belohnung zur Folge, welche Dein Gehirn erhalten möchte. Die Belohnung zu erkennen ist meistens nicht sehr einfach. Wenn es nicht auf Anhieb so funktioniert, wie Du es Dir vorgestellt hast, denke daran, dass nach bestem Wissen und Gewissen etwas versuchen zu optimieren immer besser ist als gar nichts zu tun!

Ein Beispiel dazu, damit Du besser die Magie der Gewohnheiten verstehst. Wenn Du vorm Fernseh sitzt, erhält Dein Gehirn sehr viele Eindrücke. Es sieht Bilder, es hört einen Ton und es werden je nach Film auch Gefühle assoziiert. Das ist für das Gehirn natürlich meistens sehr aufregend. Viel aufregender, als nur ein Buch zu lesen. Dort werden keine visuellen und vertonten Informationen geliefert. Die Belohnungen sind in diesem Fall also extrem vielseitige Informationen, die viele Regionen des Gehirns ansprechen.

Routinen und Gewohnheiten optimieren

Wenn Du nun Deine Notizen gefiltert hast und die 20% der Routinen und Gewohnheiten vorliegen hast, welche am häufigsten auftreten und die meiste Zeit in Anspruch nehmen, geht es daran diese zu optimieren. Im ersten Schritt überlege Dir, ob Du möglicherweise ein paar der Routinen zusammenfassen oder verbinden kannst. Ein Beispiel dazu ist, dass ich jeden Abend das Freiräumen des Schreibtischs, gleichzeitig mit dem Digitalisieren und Ausmisten der aktuellen Dokumente verbinde. Dadurch spare ich mir einiges an Zeit.

Um die Routinen weiter zu optimieren, schaue Dir die einzelnen Schritte an, welche Du währenddessen tust und überlege Dir, was Du weglassen oder vereinfachen kannst. Allerdings übertreibe es nicht.

Denk daran es geht darum Freiheit und Lebensqualität zu gewinnen und Dich nicht in übertrieben zeitlich abgestimmte Folgen von Handlungen Deiner Routinen zu verstricken.

Take it a bit easy.

Routine zur Gewohnheit machen

Um Deine angepasste Routine zu verinnerlichen, musst Du diese eine Zeit lang bewusst durchführen, bis Dein Gehirn die Gewohnheit verankert hat. Danach ist es für Dich normal etwas auf diese Art und Weise zu tun.

Wie lange das geht ist unterschiedlich. Viele schreiben von 30 Tagen, die Du benötigst, um die Gewohnheit zu verankern. Meiner Erfahrung nach ist das von vielen Faktoren abhängig. Unter anderem, was für ein Typ Person Du bist, wie lange Du es zuvor auf die andere Art und Weise getan hast und wie stark die Machermentalität bei Dir eingeprägt ist.

 

Jetzt heißt es loslegen und zum Macher werden, der seine Routinen und Gewohnheiten effektiv nutzt, um mehr Freiheit zu gewinnen!

 

Was für Routinen und Gewohnheiten hast Du? Bist Du schon ein Machertyp? Wie optimierst Du Deine Routinen? Teile Deine Gedanken mit uns. Ich freue mich über jeden Deiner Kommentare.

 

Cheerio, Sebastian

 

 

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